Guten Abend,
obwohl ich nach der langen Pause nun wieder regelmäßig schreiben wollte, war ich dazu nicht imstande.
Das Warum pielt hier keine Rolle, wohl aber die Empfindungen, die sich dabei abspielen. André Maurois hat es für mich sehr treffend beschrieben:
Zu viel Erfahrung ist durchaus geeignet, die Freude am Leben zu trüben.
Auch wenn Du allen Mut zusammen nimmst, um Neues zu wagen und Überraschungen gegenüber offen bist, kann es Dich eiskalt erwischen.
Und so manches Mal fällst Du eben auf die Nase. Das passiert und lässt sich nicht vermeiden. Alle Welt -nicht nur die Optimisten ;-) - sagen Dir dann, dass Du nur wieder aufstehen muss.
Dem stimme ich, mit einiger Verzögerung, zu. Denn was tust Du, wenn Du in einer Situation bist, die Dich so fassungslos macht, dass Du Dich wie gelähmt fühlst und gar nicht imstande bist "nur" wieder aufzustehen?
Genau! Nichts.
Du musst das, was Dir widerfahren ist nämlich erst einmal begreifen. Dir wirklich Gewahr werden, welcher Film da gerade abgelaufen ist. Erst nach und nach wird Dir bewusst, was geschehen ist. Vielleicht auch, wie viele Anzeichen es vorher schon gab, die Du aber weggefegt hast. Ganz nach dem Motto: "Mein Bauch schon wieder... Ich hör besser auf meinen Verstand."
Das es nicht besser war, weißt Du nun. Hilft aber nix, denn Du musst nun das Ganze auch noch verdauen.
Lass Dir Zeit, bleib ruhig (auch nicht meine Stärke...) und wäge die Alternativen ab, die Dir in den Sinn kommen. Dann kannst Du auch wieder anfangen, Dich aufzurappeln.
Lass das Ganze einige Tage, vielleicht auch Wochen, sacken und triff dann erst die Entscheidung, wie es nun weitergehen soll. Bis dahin bist Du nämlich, ganz wie von selbst, schon wieder aufgerichtet und voller Tatendrang.
Und den kannst Du nun ausleben, jeden Tag neu.
Ich wünsche Dir eine gute Nacht.
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